
FLR (Furcht-Lähmungs-Reflex)
Der FLR entsteht bereits ab der 5. bis 7. Schwangerschaftswoche und bildet den Ur-Schutzmechanismus. Bei Stress der Mutter, Angst oder Erschütterungen schützt der FLR das Baby, indem es sich im Mutterleib zusammenzieht und erstarrt. Er verhindert auch, dass sich das Baby bei plötzlichem Stress (durch Druck auf das Fruchtwasser) zu stark bewegt, was es vor einer möglichen Nabelschnurverwicklung schützt. Außerdem reduziert der Reflex die Körperfunktionen und bereitet das Baby auf den Durchtritt durch den Geburtskanal vor. Der FLR bildet die Basis für den Umgang mit Stresssituationen. Beim Menschen sollte der FLR sehr früh, bereits im Mutterleib, ausgereift und gehemmt werden. Geschieht dies nicht, haben Kinder und Erwachsene einige Auffälligkeiten, die das Leben zum Teil stark belasten und Alltagssituationen erschweren. Das auffällige Verhalten bleibt für das soziale Umfeld oft ein Rätsel, denn die Betroffenen können sich zu ihrem Tun und Empfinden meist nicht adäquat äußern.
Typische Auffälligkeiten des FLRs:
- starke Überflutungsgefühle durch unterschiedlichste Sinnesreize
- keine klare verbale Kommunikation, nur zu Hause (in Sicherheit) gut, lassen dann auch "Dampf" ab
- bei einer Frage ist es oft nicht möglich eine Antwort zu geben – Stimme versagt, Gestikulieren nimmt zu, Gesicht erbleicht, Körper fängt an zu zittern & erstarrt
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Atmen kann „vergessen“ werden – manchmal bis zur Bewusstlosigkeit
- Blickkontakt wird vermieden
- extreme Berührungsempfindlichkeit
- Selbstberuhigung durch leises vor sich hin "singen"
- verkrampfte Schlafposition
- emotionaler oder sozialer Rückzug (zum Schutz bei Bedrängnis)
- Depressionen
- Schulangst, Angst vor sozialen Kontakten usw.
- Tics
- Krankheitsbilder wie Autismus, Mutismus oder ADS
- introvertiert, still & hochsensibel
- angespannte Grundhaltung
- heftige Reaktionen auf Veränderungen & Spontanität
- teilweise stark reduzierte Leistungsfähigkeit
- Lernen gelingt besser, wenn niemand helfend eingreifen will
- Langsamkeit & Ungeschicklichkeit bei Neuem
- erhöhtes Ruhebedürfnis nach herausfordernden Situationen (Runterfahren benötigt viel Zeit + vor allem Rückzugsmöglichkeiten)
- starke „Übervorsicht“ in vielen Lebensbereichen
- unstillbares Weinen auch nach dem Babyalter
- Hand geben wird verweigert
- keine angemessene soziale Durchsetzungsfähigkeit
- ohne Störfaktoren viel Sorgfalt, Kraft & Ausdauer, wenn die Tätigkeit im Interessensgebiet liegt
- gute Beobachtungsgabe
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